Zwei ähnliche Frachten können wirtschaftlich völlig unterschiedlich sein. Eine hat einfache Abläufe, eine passende Anschlussfracht und wenig Maut. Eine andere verlangt eine lange Leeranfahrt, Wartezeit und eine teure Route. Der Frachttarif sollte deshalb mit der Wirtschaftlichkeit der konkreten Tour beginnen.
1. Alle relevanten Kilometer erfassen
Nicht nur Lastkilometer zählen. Hinzu kommen die Anfahrt zur Beladung, eine realistische Positionierung nach der Entladung und weitere Kilometer, die ohne diesen Auftrag nicht entstehen würden.
Je höher der Leeranteil, desto mehr dieser Kosten muss die Fracht tragen.
2. Von den eigenen Selbstkosten ausgehen
Nutzen Sie Ihre tatsächlichen Kosten pro Kilometer und nicht nur Markt- oder Börsenpreise. Die Kostenbasis sollte Kraftstoff, Wartung, Reifen, Finanzierung, Verwaltung, Fahrerkosten und weitere betriebliche Ausgaben enthalten.
3. Tourbezogene Kosten ergänzen
Nicht jede Ausgabe passt sinnvoll in einen einzigen €/km-Wert. Separate Positionen sind hilfreich für:
- Maut;
- Fähren und Tunnel;
- kostenpflichtige Parkplätze;
- besondere Be- oder Entladekosten;
- vereinbarte Zuschläge;
- Kraftstoffanpassungen bei einem Dieselzuschlagsmodell.
4. Marge bewusst kalkulieren
Marge und Aufschlag sind nicht dasselbe. Soll eine bestimmte Bruttomarge auf den Verkaufspreis erreicht werden, ist eine echte Margenberechnung besser als das einfache Addieren desselben Prozentsatzes auf die Kosten.
5. Ergebnis aus mehreren Blickwinkeln prüfen
Vor dem Angebot sollten sichtbar sein:
- gesamte Tourkosten;
- Kosten je Gesamtkilometer;
- Gewinn in Euro;
- Marge in Prozent;
- Sensitivität bei mehr Leerkilometern oder höherem Kraftstoffpreis.
Eine praktische EuroTruckTools-Reihenfolge
Zuerst Echte Kosten pro km aktualisieren, danach die Fracht mit Lohnt sich die Fracht? prüfen und den Verkaufspreis zuletzt im Frachttarif-Rechner kontrollieren. Maut und Dieselzuschlag